Segnungen für Kinder

Empfängnis (Garbhadhana samskara): erste  Schutzzeremonie (sowohl für die Mutter als auch für das Baby) vor der Geburt, um ein gesundes und kräftiges Kind auf die Welt zu bringen. ‚Garbha‘ bedeutet Mutterleib und ‚Dhana‘ bedeutet Darbringung oder Spende. In dieser Zeremonie bittet der zukünftige Vater seine Frau in eine gute Mutter zu verwandeln, und dafür die glücksverheissenden Segnungen von Mutter Natur und seinem ursprünglichen Schöpfer zu bekommen. Die Gruhyasutras der Veden befürworten spezielle Umstände und Einhaltung spezieller Vratas (Diäten, Gebete etc.) um gesunde und intelligente Nachkommen zu gebären. Dazu gehören die Erweckung der göttlichen, kindesgebenden Kraft durch Rezitation spezieller Verse der Veden, unterstützende Mantra-Therapie und Gebete durch eine Feuerpuja. Meistens vollzogen kurz nach der Hochzeit oder einem passenden, speziell für die Person ausgewählter Zeitpunkt. Bei mehr Interesse für die Ausführung solch einer Zeremonie für Ihr Kind einfach mir schreiben!

Gesundung des Embryo (Pumsavana Samskara): zweite Schutzzeremonie innerhalb der Schwangerschaft, um ein gesundes und kräftiges Kind im Bauch der Mutter zu fördern. Diese Zeremonie wird innerhalb des 3. – 5. Monat der Schwangerschaft empfohlen. Kann aber auch zusammen mit dem nächsten Samskara (Simantonnayana) ausgeführt werden. In dieser Zeremonie kann speziell um das Geschlecht des zukünftigen Kindes einfluß genommen werden, falls der Wunsch danach bestehen sollte. Sonst im allgemeinen werden die Verabreichung von heilenden Kräutern und kräftebildenen Rezepturen in dieser Zeremonie mit angewandt. Im Idealfall werden die Blätter des Pipal Baumes frisch gesammelt, und von einem kleinem Mädchen in einem Mörser zerschlagen. Der Saft wird dann gefiltert, welches wiederum in das rechte Nasenloch der schwangeren Mutter getröpfelt wird. Falls eben diese frischen Pipalblätter nicht zur Verfügung stehen, können auch andere Ersatzkräuter dazu benutzt werden. Dieses Samskara gewährt auch eine leichtere Geburt mit nicht soviel unnötigen Schmerzen für Mutter und Kind.  Dazu gehören noch ein Set von 7 Mantras die speziell gegen die Gefahr das verstopfen der Plazenta im Mutterleib, und der daraus entstehenden Gefahr für Leib und Leben der Mutter. Im Idealfall wird diese Zeremonie am Pushya Nakshathra vollzogen, sonst kann auch ein andere guter Zeitpunkt für diese Zeremonie ausgesucht werden. Bei mehr Interesse für die Ausführung solch einer Zeremonie für Ihr Kind einfach mir schreiben!

Schutz der Mutter und des ungeborenen Kindes (Simantonayana Samskara): dritte Schutzzeremonie wird vom Ehemann ausgeführt um die Frau vor schlechten Einflüssen zu beschützen und ihre Gesundheit zu schützen. Die Bedeutung dieses Samaskara soll Erfolg und Wohlstand für die Mutter übertragen und und ein langes Leben für das ungeborene Baby sichern. In der Sushrutha Samhita des Ayurveda  (Sharirsthan, Kapitel 33) wird auf die wichtige Bedeutung des 5. Monat und den 7. Monat der Schwangerschaft hingewiesen, da nach dem Ayurveda in dieser Zeit das Embryo den Verstand, die Wahrnehmung und das Bewußtsein ausbildet.  Deswegen wird auch darauf geachtet alle stimulierenden und anspannenden Umstände zu vermeiden (Lärm, Stress, Schlafen am Tag und Wachzustand in der Nacht, Angst,  Operationen, Aderlass etc.). Neben den Umständen die auf den physischen Zustand des babys einfluß nehmen kann, gibt es aus den Veden beispiele wie wir positiv auf unser Baby im Bauch einwirken können. Im Mahabharata zb. erfahren wir wie Arjunas Sohn,  Abhimanyu, im Embryo Zustand die Geheimnisse der Kriegskunst erlernte. Auch in den Puranas können wir von Prahlada, dem Sohn eines großen Dämon hören,as der auch als ungeborendes Baby im Bauch seiner Mutter die Bhakti Schriften von seinem Lehrer und großen Weisen Narada Muni hörte, und dadurch schon als Embryo Gotteserkenntnis erlangte.

Der praktische Ablauf dieses Samskaras wird mit einem Homa (Feuerpuja) zelebriert, und alleine das Gefühl des Schutzes und der Harmonie vermittelt bei der werdenen Mutter Glücksgefühle, die auch automatisch auf das Embryo übertragen wird. Bei mehr Interesse für die Ausführung solch einer Zeremonie für Ihr Kind einfach mir schreiben!

Jatakarma Samskara: Geburtszeremonie des Kindes die kurz nach dem Erscheinen des Kindes auf diesem Erdenplaneten vollzogen werden kann. Die Zunge des Neugeborenden wird dreimal mit einer Mixtur aus Honig und Ghee und einem kleinen goldenen Gegenstand im Zusammenhang mit den richtigen vedischen Mantren berührt, um Schutz und ein langes Leben für das Neugeborende zu bitten. Im 15. Khanda des Apastambha Sutra wird genau der Ablauf der gegebenden Mantras vorgeschrieben, aber in der modernen Zeit wird oft nur der Samen Mantra (bijakshara) wie Klim (Krishna), Ksraum (Narasimha) oder Oum (vishnu/Shiva) symbolisch auf die Zunge des Babys aufgetragen.
Dann flüstert der Vater den Geburtsstern (Nakshatra) des Babys in das rechte Ohr und legt das Neugeborende das erste Mal auf ein vorbereitenden, weichen Platz direkt auf die Erde. Dies symbolisiert das Mutter Erde das Kind glücklich empfängt und es das gesamte Leben begleiten wird (auf schritt und tritt). Danach werden noch bestimmte glückverheissende Gebete und Mantren mit einem kleinen Homa (Feuerpuja) gezitiert. Bei mehr Interesse für die Ausführung solch einer Zeremonie für Ihr Kind einfach mir schreiben!

Namakarana Samskara: dem kind einem passenden Namen für sein Leben ins Ohr flüstern

Annaprasana Samskara: die erste feste Nahrung die das Kind zu essen bekommt

Chudakarana Samskara: der erste Haarschnitt des Kindes

Karnavedha Samskara: die ohren des Kindes werden durchstochen und mit goldenen Ohrringen versehen, welches das Kind vor Krankheiten und Geistern schützen soll

Vidyarambha Samskara: der Beginn der schulischen Ausbildung

Upanayana Samskara: Übertragung der heiligen Schnur mit dem Brahma Gayatri vom Guru